Fragen und Antworten
Hier entsteht über Zeit ein kleines FAQ. Häufige Fragen zum Thema Amelotatismus. Wenn dich ein Thema tiefer interessiert, lade ich dich ein, weiter auf der Website zu stöbern, da ich auf viele Themen auch tiefer eingehe.
Wann entsteht Amelotatismus üblicherweise?
Es gibt hierzu keine umfassenden wissenschaftlichen Erhebungen. Was ich aus meinem eigenen Leben und aus dem Austausch mit anderen Männern kenne, ist jedoch der Eindruck, dass die Vorliebe sehr früh im Leben auftritt. Viele berichten, dass sie schon in der Kindheit oder frühen Jugend spürbar war und sich nicht als spätere Entwicklung anfühlte.
Warum wirken bestimmte sichtbare Merkmale – wie alternative Fortbewegungsart – für manche Männer stärker als typische Attraktivitätssignale?
Weil ihre Aufmerksamkeit von früh an anders ausgerichtet ist. Für Amelos wirkt das, was sie wahrnehmen, genauso selbstverständlich wie für andere Männer klassische kulturelle Zeichen von Attraktivität (Outfits, Körperformen, Stimme, Haarfarben, etc.). Für einen Amelo ist es außer Frage, dass die Frau mit Behinderung ihn unterbewusst erstmal immer etwas mehr interessiert.
Warum entstehen zwischen Amelos und Frauen mit Behinderung häufig Missverständnisse?
Weil beide Seiten aus unterschiedlichen Erfahrungsräumen kommen. Viele Männer kennen nur ihre eigene Perspektive und können ihre Vorliebe kaum begründen. Frauen suchen dagegen oft Verständnis, Einordnung und Sicherheit – besonders, wenn die Thematik für sie neu oder sensibel ist. Außerdem ist es leider noch sehr verbreitet, dass viele Amelos unsensibel und auch oft übergriffig im Netz agieren. Das nicht zu verallgemeinern ist mit Sicherheit ein wichtiger Schritt, auf den wir Männer von den Frauen nur hoffen können.
Kann man Amelotatismus logisch erklären oder rational begründen?
In der Regel nicht. Die Vorliebe ist für viele Männer etwas, das einfach vorhanden ist, ohne dass sie ein „Vorher“ oder eine bewusste Entwicklung beschreiben könnten. Daher lässt sich ihr Ursprung meistens nicht rein logisch herleiten. Einige wenige Forschungen reihen es in die frühkindliche Prägung ein, andere in andere Bereiche. Per Definition handelt es sich um eine Vorliebe, keinen Fetisch, da es nicht um ein klares Objekt geht (z.B. Körperteil, Outfit, etc.).
Wie können beide Seiten miteinander ins Gespräch kommen, wenn sie aus völlig unterschiedlichen Ausgangspunkten starten?
Indem man anerkennt, dass die Wahrnehmungen unterschiedlich sind und nicht immer vollständig erklärbar. Offene Fragen, Geduld und der Verzicht auf vorschnelle Schlüsse helfen, die jeweils andere Sichtweise besser zu verstehen. Dabei ist es genauso wichtig, dass der Mann die Frau nicht auf ihre Behinderung reduziert, wie anders herum, dass die Frau den Mann nicht auf seine Vorliebe reduziert. Beide müssen insgesamt aufrichtiges Interesse aneinander haben, damit etwas entstehen kann, was auf Augenhöhe ist.
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