Der Unterschied zu anderen Kinks

Amelo/Devotee sein bedeutet in den meisten Fällen, etwas Traumatisches zu sexualisieren und das braucht extrem viel Balance und Kommunikation.

Was diesen Kink so von anderen unterscheidet und so derbe schwierig macht ist, dass man in den meisten Fällen etwas gemeinsam etwas traumatisches sexualisieren muss. Denn meistens sind die Gehbehinderungen "erworben" (also nicht seit der Geburt da) und durch einen Unfall oder eine Krankheit entstanden. Meiner Erfahrung nach hängt es stark damit zusammen, wie auch die Frau sich ihrer Situation angepasst hat und ob sie offen dafür ist, dass sie DAMIT (nicht TROTZ und nicht WEGEN) begehrt wird.

Wenn sonst ein Kerl z.B. auf Krankenschwester-Outfits steht, kann seine Frau einfach eins anziehen. Das bleibt im Schlafzimmer und in dem Moment ist das Outfit auch entscheidend für seine Erregung. Das ist beim Dev/Amelo anders. Da begleitet es uns die ganze Zeit.

Es kann auch eine echt tolle Dynamik geben, ist aber auch für den Amelo etwas, wo er sich drauf einlassen muss. Seine behinderte Partnerin sozusagen auch unbehindert zu sehen und gleichzeitig sich aber im sexuellen Kontext zu erlauben sexy zu finden, was sie behindert. Und diese Schritte müssen zwischen Partner und Partnerin sehr gut kommuniziert sein. 

Der größte Unterschied ist, dass es keinen "An-und-Aus"-Schalter gibt. Aber im Prinzip gilt das für viele Vorlieben, denen ein Körpermerkmal zu Grunde liegt. Hat ein Mann eine Leidenschaft für rothaarige Frauen, ist er auch nicht jede Sekunde im Alltag erregt, weil seine Partnerin rote Haare auf dem Kopf hat. Es liegt viel mehr bei der Dynamik und an vielen Stellen sogar bei der Frau, wann und wie sie damit reizen und flirten möchte.